Mehr als gutes Design

Wie faire Mode Leben verändert - unter diesem Motto...

Foto: Klimabündnis Niederösterreich

... fand am 28. Sept. eine interessante Veranstaltung zu sozial-fairer Bekleidung im Rathaus St.Pölten statt. 

Gestartet wurde mit einer persönlichen Fragerunde an STR Laimer, Kimberley Miranda - Creative Handicrafts/Indien- , Andrea Schlehuber - Geschäftsführerin von EZA Fairer Handel sowie Elisabeth Schinzel - Inititiative SO:FAIR. Bereits hier berührten die emotionalen Antworten zum Thema.

Impulsreferat von SO:FAIR

Elisabeth Schinzel von der Initiative SO:FAIR – der Initiative für sozial faire öffentliche Beschaffung in Österreich - informierte im Anschluss, einerseits über die problematischen Arbeits- und Lebensbedingungen der NäherInnen, die unsere Bekleidung nähen, und andererseits auch darüber, wie man im Bereich Textilien/Bekleidung als PrivatkonsumentIn aber auch als Gemeinde sozial fair(er) einkaufen kann.

Dabei fielen Schlagworte wie:

Besonders engagiertes Beispiel sozial fair produzierter Bekleidung

"Ich bin fest davon überzeugt, dass Mode ein Mittel zur Entwicklung sein und Leben verändern kann. Wenn sie das nicht tut, dann ist kein Leben in der Mode.“ Dies sagt Kimberley Miranda, eine 27jährige Textiltechnikerin, die im Anschluß aus erster Hand Einblicke in das Leben der Näherinnen gab.

Foto: Klimabündnis NÖ

Sie arbeitet für eine sozial engagierte Organisation - Creative Handicrafts -, die benachteiligten Frauen aus den Slums in Mumbai/Indien verlässliche Aufträge und eine faire Bezahlung gibt. Auf Einladung der Weltäden und EZA Fairer Handel kam sie "für eine Tour" nach Österreich.

Die Arbeitsbedingungen und weitere Aktivitäten 

Das Arbeitsumfeld unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Textilbetrieben in Indien. Hier gibt es menschenwürdige Arbeitsbedingungen und jedes Kleidungsstück wird von der ersten bis zur letzten Naht von einer Frau genäht, d.h. die NähererInnen sind nicht - wie in der klassischen Fabriksproduktion üblich - nur für Teilfertigungsschritte zuständig. Somit erlernen die Frauen Handfertigkeiten, die sie auch außerhalb von "Creative Handicrafts", gut einsetzen können.

Damit die Frauen in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können, wurden Tagesbetreuungen für die Kinder der NäherInnen - den Bedürfnissen der NährerInnen entsprechend - gleich angeschlossen an die Nähwerkstätten eingerichtet. Und es geht noch weiter: So gibt es z. B. auch Bildungsprogramme sowie Aktivitäten gegen die vielvältigen Gewalterfahrungen, denen die Frauen ausgesetzt sind, in die auch die Männer und die Kinder eingebunden werden.

FAIRTRADE-zertifiziert Bio-Baumwolle und G.O.T.S.-Gütesiegel

Bei den Bekleidungsstücken kommt FAIRTRADE-zertifizierte Bio-Baumwolle zum Einsatz und die fertigen Stücke tragen das G.O.T.S - Gütesiegel für ökologisch verantwortungsvolle Produktion. 

Sozial faire Modenschau

Zum Abschluss wurde die Mode von Creative Handicrafts sowie weitere Bekleidung des Weltladens St. Pölten bei einer tollen Modenschau - einstudiert von Fr. Mag. Zahorik und durchgeführt von Laienmodels - den interessierten ZuschauerInnen präsentiert. 

Foto: Anneliese Frühwirt

Am Foto sehen Sie Kimberley Miranda von "Creative Handicrafts“/Indien, STR Robert Laimer, Josef Wenda (Obmann) und Franziska Doblhammer vom Weltladen St. Pölten, Angelika Swoboda-Moser (Initiative SO:FAIR, Klimabündnis NÖ) und Elisabeth Schinzel (Initiative SO:FAIR, Südwind Agentur, Clean Clothes Kampagne) sowie Andrea Schlehuber - Geschäftsführerin von EZA Fairer Handel GmbH - sowie Models, welche die faire Mode von Creative Handicrafts präsentierten.

Ein herzliches DANKESCHÖN an das tolle Engagement aller, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!

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